Texte die ich mir von der Seele geschrieben habe.

 

Hier ein Text den ich geschrieben habe kurz bevor

ich "es" mal wieder getan habe...

ein augenblick in meinem leben
ein augenblick wie jeder andere auch
doch plötzlich
ein gedanke
nur ein gedanke
mein blick verschwimmt
ich sehe unklar
kann nichts mehr deutlich erkennen
eine träne fliesst bis an den mund
ich kann sie spüren
ich koste davon
es schmeckt salzig
salzig
ich denke nach
warum
warum tue ich das alles
der druck in mir steigt
mehr tränen fliessen
einfach so
ich will es nicht
aber es passier einfach
der druck ist zu groß
ich bin so klein
so schwach
ich kann nicht standhalten
kann nicht
ich kann nicht
mein blick fällt auf den tisch
einfachs so
ich erblicke etwas
durch meinen verschwommenen blick
ich sehe die klinge
nehme sie mit zittriger hand auf
ganz vorsichtig
möchte mir ja nicht weh tun
nein
ich möchte mir nicht weh tun
meine hand spannt sich an
ich kann nicht loslassen
mehr tränen fliessen die wangen runter
es schmerzt so
es tut so sehr weh
warum tut es nur so weh
ich setzte die klinge an
da wo ich es immer tue
am unterarm
sorgfältig suche ich mir eine stelle aus
eine stelle mit unberührter haut
ich schliesse die augen
meine gedanken fokussieren sich
fokussieren sich auf das was nun folgt
der schmerz ist unbeschreiblich
eins
lindernd
zwei
befreiend
drei
erlösend
immer weiter
bis der schmerz aufhört
ich denke nach
es ist unlogisch aber ich verletze mich
und der schmerz lässt nach
warum
es ist doch nicht normal
ich bin nicht normal
nicht so wie die anderen
ich sehe blut meinen unterarm hinablaufen
mir wird so warm
es ist so ein schönes gefühl
mein blut zu sehen
so schön
doch es dauert nicht lange
dann ist es wieder vorbei
und ich ärgere mich über die wunden
die wunden die ich mir zugefügt habe
ich bin ja so schwach
es ist richtig was ich tue
warum sollte ich damit aufhören
ich verdiene diese wunden doch
ich bin nicht gut genug für diese welt

darum verdiene ich es
ich muss es bald wieder tun
bald
sonst stirbt meine seele

 

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Ein paar ältere Texte, eher für mich geschrieben als für

die Öffentlichkeit. Stelle sie aber trotzdem hier rein...

 

Stell dir vor, dass in der Gegenwart eines einzigen Menschen
die Gefühle Hass und Liebe zusammen auftreten.
Trotz dieser gegenseitigen Gefühle denkst du jeden Tag an diesen Menschen,
365 Tage im Jahr. Ohne Ausnahme. All die Dinge, die ihr zusammen erlebt habt
schiessen einem immer wieder auf's neue durch den Kopf.
Dabei entsteht sowohl ein warmes Gefühl von Freude,
als auch der kalte, bittere Schmerz der Erinnerung.
Neue Beziehungen zu anderen Menschen aufzubauen,
schlagen trotz aller Versuche fehl.
Die Angst vor dem allein sein zerstört dich mehr und mehr.
Dein Körper ist nur noch ein Versteck
für deine allein gelassene, sterbende Seele.

Kannst du dir das vorstellen?
...dann solltest du wissen, wie ich mich fühle...

 

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Alles habe ich gegeben,
alles habe ich verloren.
Der Schmerz sitzt tief.
Jeden Tag und jede Nach
sucht er mich Heim.
All die Tränen,
sie lindern nicht das
was du mir hast angetan.